top of page

Hypnose bei Kindern: Wie läuft das ab – und ist das sicher?

Emanuel Bütler
vor 2 Stunden
2 Min. Lesezeit

Viele Eltern stellen sich unter Hypnose zuerst eine Bühnenshow vor: jemand schnippt, und das Gegenüber macht willenlos mit. Mit therapeutischer Hypnose hat das nichts zu tun. Bei Kindern erst recht nicht. Dieser Artikel erklärt, wie eine Sitzung abläuft, wobei Hypnose Kinder unterstützen kann und was Eltern wissen sollten.

Kinder sind Naturtalente

Kinder wechseln mühelos in ihre Fantasiewelt. Beim Spielen, Malen oder Zuhören einer Geschichte sind sie oft ganz versunken. Genau diesen Zustand nutzt die Kinderhypnose. Sie sieht deshalb ganz anders aus als bei Erwachsenen: Kinder liegen nicht mit geschlossenen Augen da, sondern erleben eine Geschichte, eine Fantasiereise oder ein inneres Bild, oft mit offenen Augen.

Wobei Hypnose Kinder unterstützen kann

  • Ängste, zum Beispiel vor der Dunkelheit, vor dem Alleinsein oder vor der Schule

  • Ein- und Durchschlafprobleme

  • innere Unruhe und schnelle Überforderung

  • wenig Selbstvertrauen

  • Nervosität vor Prüfungen oder Auftritten

So läuft eine Begleitung ab

  1. Kostenloses Erstgespräch mit einem Elternteil (ca. 15–20 Min., auch telefonisch). Wir besprechen, was Ihr Kind belastet und was es sich wünscht.

  2. Erste Sitzung. Ich lerne Ihr Kind kennen. Wir finden gemeinsam seine Lieblingsorte, Farben oder Helden, die in der Hypnose zu inneren Helfern werden.

  3. Hypnose als Geschichte. Ihr Kind erlebt eine Fantasiereise, in der es Mut, Ruhe oder Sicherheit findet.

  4. Ein Ruhe-Anker für zu Hause. Ihr Kind lernt eine einfache Selbsthypnose, zum Beispiel ein Bild, ein Atemspiel oder einen Satz, den es sich vor dem Einschlafen sagt. So kann es auch nach der Begleitung selbst damit weiterarbeiten.

Üblich sind etwa drei Sitzungen, manchmal genügt eine.

Ist Hypnose für Kinder sicher?

Ja. Ihr Kind bleibt jederzeit wach genug, um zu sprechen, sich zu bewegen und aufzuhören. Niemand kann ihm in Hypnose etwas aufzwingen, was es nicht will. Die Forschung zeigt, dass Kinder besonders gut auf Hypnose ansprechen (siehe Wie Hypnose wirkt).

Aus meiner langjährigen Arbeit mit Kindern weiss ich: Kinder brauchen vor allem ein Gefühl von Sicherheit und Stabilität. Genau das lässt sich in der Hypnose sehr gut vermitteln.

Wann ein Arztbesuch zuerst wichtig ist

Bei anhaltenden körperlichen Beschwerden, starken Ängsten, depressiven Verstimmungen oder Entwicklungsfragen lassen Sie die Situation bitte zuerst von Kinderärzt:innen abklären. Hypnose kann eine Behandlung ergänzen, aber nicht ersetzen.

Mehr dazu auf der Seite Hypnose für Kinder in Bern.

Im kostenlosen Erstgespräch mit Ihnen klären wir, ob Hypnose für Ihr Kind passt.


Kommentare


bottom of page